Ich denke so viel an dich. Und melde mich trotzdem nicht.
Vielleicht kennst du diesen Gedanken.
Ein Mensch, der dir wichtig ist, erhält eine schwere Krankheitsdiagnose.
Oder steckt mitten in einer Chemotherapie.
Du denkst oft an ihn.
Im Supermarkt.
Auf dem Weg zur Arbeit.
Abends, wenn du zur Ruhe kommst.
Und trotzdem schreibst du nicht.
Nicht, weil dir der Mensch egal geworden ist.
Sondern weil du nicht weißt, was du sagen sollst.
Weil du Angst hast, zu stören.
Weil du Sorge hast, die falschen Worte zu finden.
Oder weil du einfach unsicher bist.
Vielleicht sagst du dir:
„Sie braucht bestimmt ihre Ruhe.“
Oder:
„Es haben sich bestimmt schon so viele gemeldet.“
Oder:
„Jetzt ist es auch schon so lange her. Jetzt kann ich mich nicht mehr einfach melden.“
Und genau so entsteht etwas, das eigentlich niemand wollte:
Stille. Und eine Hemmschwelle, Kontakt aufzunehmen.
Wenn eine schwere Erkrankung sprachlos macht
Eine schwere Erkrankung kann auch für das Umfeld überwältigend sein.
Plötzlich ist da diese Angst. Vielleicht Hilflosigkeit. Vielleicht die Frage oder Befürchtung, ob wir überhaupt etwas tun können.
Wir möchten helfen – und können die Krankheit doch nicht wegnehmen.
Wir möchten Mut machen – und wissen nicht, ob manche Floskeln gerade überhaupt das Richtige sind.
Wir möchten da sein – und haben zugleich Angst, etwas falsch zu machen.
Also warten wir.
Auf den richtigen Moment.
Auf die richtigen Worte.
Auf ein Zeichen, dass die Person gerade angesprochen werden möchte.
Und manchmal warten wir so lange, bis die Hemmschwelle, uns zu melden, immer schwerer wird.
„Er / Sie braucht bestimmt ihre Ruhe.“
Natürlich gibt es Momente, in denen ein Mensch mit einer schweren Erkrankung Ruhe braucht. Möglicherweise nutzen wir diesen Gedanken auch, um uns zu verstecken.
Aber Ruhe bedeutet nicht automatisch, dass jemand nichts von sich hören möchte.
Eine Nachricht muss keine Antwort verlangen.
Ein Anruf muss kein langes Gespräch werden.
Und eine Karte darf einfach im Briefkasten liegen.
Manchmal kann ein kleines
„Ich denke an dich.“
so viel wert sein.
Du musst die richtigen Worte nicht kennen
Vielleicht ist das der wichtigste Gedanke:
Du musst nicht wissen, was du sagen sollst, um dich zu melden.
Du darfst ehrlich sein.
„Ich weiß gerade gar nicht, was ich sagen soll. Aber ich denke an dich.“
Das ist kein perfekter Satz.
Aber ein echter.
Und vielleicht ist genau das viel wertvoller.
Du musst keine Antworten haben. Du musst die Situation nicht besser machen.
Du darfst einfach da sein.
Auch wenn du selbst Angst hast
Manchmal hält uns nicht nur die Angst zurück, etwas Falsches zu sagen.
Vielleicht macht uns die Erkrankung selbst Angst.
Weil wir nicht wissen, wie wir mit dem umgehen sollen, was gerade passiert.
Vielleicht haben wir Angst vor einem Gespräch über Krankheit, Schmerzen oder die Zukunft.
Vielleicht fühlen wir uns hilflos.
Auch das darf sein.
Da sein bedeutet nicht, dass du dich nicht hilflos fühlen darfst.
Es bedeutet nicht, dass du immer die richtigen Worte findest.
Es bedeutet nur, dass du dich trotz dieser Unsicherheit nicht ganz zurückziehst.
Und was ist, wenn schon einige Wochen vergangen sind?
Dann darfst du dich trotzdem melden.
Auch, wenn du seit der Diagnose nichts geschrieben hast.
Auch, wenn die letzte Nachricht schon lange her ist.
Du musst dich nicht erst für dein Schweigen rechtfertigen.
Du kannst einfach wieder anfangen:
„Ich habe in letzter Zeit oft an dich gedacht und mich trotzdem nicht gemeldet. Das tut mir leid. Ich wollte dir einfach sagen, dass ich an dich denke.“
Vielleicht ist genau diese Nachricht die, die du schon die ganze Zeit schreiben wolltest.
Begleitung muss nicht groß sein
Wir denken manchmal, wir müssten etwas Besonderes tun.
Ein großes Geschenk finden.
Die richtigen Worte schreiben.
Eine Lösung anbieten.
Dabei können es gerade die kleinen Dinge sein, die bleiben.
Eine Nachricht.
Ein Besuch.
Ein Tee vor der Haustür.
Eine handgeschriebene Karte.
Und manchmal ein kleines Zeichen, das immer wieder sagt:
Ich bin noch da.
Denn eine schwere Erkrankung ist nicht nach der Diagnose vorbei.
Und auch eine Chemotherapie ist nicht nach dem ersten Behandlungstag vorbei.
Die Zeit dazwischen gehört genauso dazu.
Nicht nur einmal da sein
Genau dieser Gedanke war der Ausgangspunkt für die Begleitpost von amselmond.
Die Idee: Einen Menschen nicht nur einmal mit einer Karte zu erreichen, sondern über einen längeren Zeitraum immer wieder ein kleines Zeichen zu schicken.
Bei der Begleitpost erhält die beschenkte Person über drei oder sechs Monate insgesamt sechs Sendungen direkt in den Briefkasten.
Mit ausgewählten Karten, handgeschriebenen Worten und kleinen Aufmerksamkeiten.
Du entscheidest, wen du begleiten möchtest.
Den Versand übernehme ich.
Vorab erhältst du ein PDF mit Infos zu den Texten und Beilegern, damit du weißt, was deine beschenkte Person erhält. Wenn du möchtest, kannst du mir auch persönliche Worte geben, die ich auf die Rückseiten der Karten schreibe.
So kann auch dann noch ein kleines Zeichen ankommen, wenn der Alltag längst weitergegangen ist.
Weil Begleitung Zeit braucht.
Für wen eignet sich die Begleitpost?
Die Begleitpost kann ein besonderes Geschenk sein,
- nach einer Krebsdiagnose,
- während einer Chemotherapie,
- bei einer anderen schweren Erkrankung,
- oder immer dann, wenn du einem Menschen über einen längeren Zeitraum zeigen möchtest:
Ich denke an dich.
Denn manchmal braucht Begleitung vor allem eines:
Zeit.
Die Begleitpost von amselmond
Wenn du einem Menschen nach einer Krebsdiagnose oder während einer Chemotherapie nicht nur einmal, sondern über mehrere Wochen zeigen möchtest, dass du an ihn denkst, findest du hier alle Informationen zur Begleitpost von amselmond.
Du möchtest lieber selbst schreiben?
Dann findest du bei amselmond auch einzelne Karten für schwere Zeiten.
Für deine eigenen Worte.
Für deinen eigenen Briefkastenmoment.
Für deine ganz persönliche Art, da zu sein.
Denn am Ende braucht es vielleicht gar nicht die perfekten Worte.
Vielleicht braucht es nur den Mut, sich trotzdem zu melden.








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